Jazz in Hamburg - Modern & Free Jazz Live Konzerte


 

Bis zur Schließung des Golems zum 01.Dezember 2017 werden alle Veranstaltungen dort stattfinden.

Ab dem 13. Dezember 2017 finden alle Konzerte im Uebel&Gefährlich im Turmzimmer statt.

Unsere neue Adresse ab dem 13. Dezember 2017:
Feldstraße 66 BUNKER, 20359 Hamburg
(rechter Eingang IV Stock)


Die Veranstaltung am 06. Dezember 2017 fällt leider aus.


 

VERANSTALTUNGEN


JONAS SCHOEN SEXTET „agnostic chant book“ und LATE NIGHT CONCERT

Datum:13.09.2017
20:00

Jonas Schoen Sextet „agnostic chant book“
Jonas Schoen-Philbert – sax, bcl
Buggy Braune – p
Sven Kerschek – g
Pepe Berns – b
Heinz Lichius – dr

Die Musiker

‚Einer der besten deutschen Jazz-Saxophonisten’ schreibt der Tagesspiegel und ‚der intimste Melodiker, den man unter den Saxophonisten in Deutschland finden wird’. Jonas Schoen (ganz amtlich inzwischen Schoen-Philbert) ist Professor für Jazz-Komposition und Saxophon an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er lebt seit 2000 in Berlin.
Den größten Teil seiner in der Presse hoch gelobten Veröffentlichungen hat er gemeinsam mit drei Musikern realisiert, die alle Meister Ihres Faches und deshalb mittlerweile auch alle Professoren sind: der Pianist Buggy Braune unterrichtet in Hamburg, Bassist Pepe Berns in Leipzig und der Schlagzeuger Heinz Lichius ebenfalls in Hannover.
Drei CD’s liegen in genau dieser Besetzung vor („Neindo“, „My Middle Name“, „Five and Fortunes“). Auf „Travesía“ wirken die Gitarristin Sandra Hempel und der Cellist Friedrich Paravicini mit, während Jonas Schoen auch das Bandoneon spielt. Auf „agnostic chant book“ sind Steve Swallow am e-bass, Robby Gehrken (percussion) und ebenfalls Sandra Hempel beteiligt. Ergänzt wird dies durch die Produktion mit der hr-Bigband „music for bigband vol.1“ bei der ebenfalls Heinz Lichius am Schlagzeug sitzt. Ein sehr häufiger Gast ist der Gitarrist und Preisträger des Hamburger Jazzpreises Sven Kerschek. Es handelt sich hier - in kurzlebigen Zeiten - um eine Konstellation, die aufgrund unzähliger gemeinsamer musikalischer Erfahrungen sehr gut eingespielt ist, eine der wichtigsten Voraussetzungen für musikalische Freiheit im Zusammenspiel.

Im September 2017 wird die Band das Album „agnostic chant book“ promoten, über das Steve Swallow sagt: „Agnostic chant book is a beautifully evocative recording. I love the structure of it, the way things come around again, the way the mood deepens as it unfolds.


Die Musik

In 100 Jahren Jazzgeschichte ist viel passiert, unzählige Genres wurden bemüht, um diese Vielfalt vermittelbar zu machen und zu vermarkten. Sich da in eine bestimmte Ecke zu stellen würde Jonas Schoens Musik nicht gerecht.
Schoen selber sagt: „Ich finde es auf Dauer langweilig, irgendwelche ‚tunes’ toll zu spielen. Ich liebe es, Standards zu spielen. Aber so lange mir noch andere Musik einfällt, würde ich dafür die Mühen von Aufnahmen, Veröffentlichungen und Touren nicht auf mich nehmen. In meiner Musik spielt ein kompositorischer Gedanke immer eine große Rolle, so wie beispielsweise bei Ellington, Carla Bley, Maria Schneider oder auch Radiohead. Obwohl ich mich bis heute nicht überwinden konnte, auf der Bühne zu singen, möchte ich Geschichten erzählen.“ Und zum Stil seiner Musik: „Für meinen Stil kenne ich kein Wort, aber ich erkenne meine Wurzeln. Für Wurzeln ganz typisch, sind sie in alle Richtungen verstreut: Rock, Punk und Klassische Musik, Hiphop, Soul, Alternative, Elektronik... Jazz war halt immer die Musik, die ich gespielt habe seit ich mit 14 musikalisch aktiv wurde und die vielen Einflüsse kann ich dabei immer gut umsetzen. Ich kann es nicht leiden, wenn Hochkultur gegen Unterhaltung ausgespielt wird, oder Freejazz gegen Bigband. Ich suche die Balance zwischen anregender Herausforderung und Sicherheit vermittelnder Schönheit, zwischen Introvertiertheit und Aggression, Hymnen und Schmutz. Ich halte das für zeitgemäß.“

Pressestimmen

BREMER NACHRICHTEN/WESER KURIER: Schoens Kompositionen verbinden die melodische Entschiedenheit des Pop, die strukturelle Präzision der klassischen Musik und den motivtreuen, variationsreichen Minimalismus eines Soundtracks mit der Spontaneität und dem Einfallsreichtum des Jazz.

NDR: ... ein großer Melodiker, der in weiten Bögen denken und spielen kann. Vielleicht der intimste Melodiker, den man unter den Saxophonisten in Deutschland finden wird. TAGESSPIEGEL: Jonas Schoen ist einer der besten deutschen Jazz-Saxophonisten DIE WELT: Beim Berliner Saxofonisten Jonas Schoen wird improvisierte Musik zu großer Erzählkunst ...zu hören ist weit mehr als das übliche Zusammenspiel zu viert. Schoen denkt in anderen Formaten. Er arbeitet mit verschiedenen Klangfarben, nähert sich der Suitenform an oder liefert sich mit dem Schlagzeuger eine konstruktive Duo-Rangelei.... Ein Schwätzer ist er nicht, dieser Jonas Schoen. Er hat einfach was zu sagen.

JAZZTHING: Eine echte Bereicherung für die deutsche Jazz-Szene. Mit ‚Travesía’ stiftet er eine der leidenschaftlichsten, schlüssigsten Stilpaarungen der vergangenen Jahre. Ein Werk voller Magie und Energie. Jonas Schoen stellt eine Verbindung zwischen Tango und Jazz her, als ob es nie Schwierigkeiten bei diesem speziellen Crossover gegeben hätte. Das Album ist eine knapp einstündige musikalische Reise in die man eintauchen kann und aus der man erfrischt und belebt wieder auftaucht. Das Studio vom rbb hat jedenfalls Ende Juni 2006 eine Sternstunde erlebt - denn da hat Jonas Schoen es mit fünf Musikerinnen und Musikern betreten, um Travesía aufzunehmen. Sein eigenes Label „schoener hören music“ zu nennen, verpflichtet eben.“ JAZZTHETIK: Er hat eben viel zu erzählen auf seinen diversen Instrumenten und läßt sich in seinen ausladenden Kompositionen viel Zeit, mit Klangfarben zu changieren, weite Melodiebögen zu gestalten, Räume für Soli und muntere Konversationen untereinander zu schaffen. ...eine feine Platte mit vielen merkenswerten Momenten...

Late Night Concert
Max Rademacher
and friends



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Jeden Mittwoch ab 19:30Uhr,

Konzertbeginn ab 20:00Uhr.


FATJAZZ urban exchange


Eintritt 10,- / ermäßigt 6,-

* Sonderkonzerte 15,-



Free Jazz ist einerseits ein historischer Begriff für (harmonisch) freies Improvisationsspiel im Jazz seit den 1960er Jahren. Andererseits ist es ein bis heute ausstrahlendes Paradigma, das die Möglichkeit zur freien Entfaltung immer neuer Formen im Jazz und auch darüber hinaus (etwa in der Intuitiven Musik) bereithält. Der Begriff selbst kann zu Missverständnissen führen, da eine Freiheit in Bezug auf die herkömmlichen Spielhaltungen des Jazz nur bedingt genutzt wird und es neben einer völligen Freiheit in der Form (Free Form Jazz) durchaus Improvisationen gibt, die auf Kompositionen und kompositionsähnlichen Absprachen über Strukturen beruhen.


Free jazz is an approach to jazz music that was first developed in the 1950s and 1960s as musicians attempted to alter, extend, or break down jazz convention, often by discarding fixed chord changes or tempos. Though the music of free jazz composers varied widely, a common feature was dissatisfaction with the limitations of bebop, hard bop, and modal jazz that had developed in the 1940s and 1950s. Often described as avant-garde, free jazz has also been described as an attempt to return jazz to its primitive, often religious, roots and emphasis on collective improvisation.