Jazz in Hamburg - Modern & Free Jazz Live Konzerte

Die hamburger Jazzreihe FATJAZZ urban exchange präsentiert:

 

 

VERANSTALTUNGEN


KUCAN | RODER | GRIENER und LATE NIGHT CONCERT

Datum:31.05.2017
20:30

KUCAN | RODER | GRIENER
HAMBURG – BERLIN
Vlatko Kucan – reeds
Jan Roder – b
Michael Griener - dr

Mit Vlatko Kucan (sax, cl), Jan Roder (bass) und Michael Griener (drums) treffen drei herausragende Musiker der mittleren Generation aufeinander. Alle drei zeichnet eine große musikalische und persönliche Individualität sowie die Fähigkeit aus, sich virtuos, intelligent und mühelos zwischen den Polen der Tradition und Moderne zu bewegen. Die Credits der drei Protagonisten lesen sich wie das who-is-who der zeitgenössischen Jazz- und Improvisationsszene: eine neue Hamburg-Berlin Kooperation höchster Güte!

MICHAEL GRIENER
Griener, der auch als freier Improvisator und Interpret zeitgenössischer Musik bekannt wurde, kam 1994 nach Berlin, wo er mit Musikern wie Tal Farlow, Herb Ellis, Barry Guy, Axel Dörner, Mal Waldron, Paul Lovens, Zeena Parkins, Keith Tippett, Butch Morris, Ulrich Gumpert, Evan Parker, Aki Takase, Mats Gustafsson, Alexander von Schlippenbach, Joëlle Léandre, David Liebman, Conny Bauer, Johannes Bauer, Andrea Neumann, Chris Dahlgren, Frank Gratkowski, Phil Minton und Tony Buck auftrat.

Über längere Zeit wirkte er an den Vario-Projekten von Günter Christmann mit (u.a. beim C.I.M.-Festival Den Haag 1990, dem Moers Festival 1992, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik 1993, Interplay 2006). Mit dem Duo Kimmo Elomaa mit dem Live-Elektroniker Jayrope erhielt er 2001 den Förderpreis des Berliner Senats. Daneben arbeitete er mit Tänzern wie Anzu Furukawa und David Zambrano und mit Schauspielern und Schriftstellern zusammen. So wirkte er an einem Paul Celan-Projekt von Oskar Ansull mit.

Zurzeit spielt er u.a. mit dem Ulrich Gumpert Quartett, „Baby Bonk“, seinem Trio „Themroc 3, TGW“ (mit Christian Weber und Michael Thieke), „Lacy Pool“ und im Duo mit Ernst-Ludwig Petrowsky.

Griener unternahm Tourneen durch verschiedene europäische Staaten, die Türkei, Israel, Marokko und die USA. Er unterrichtet Jazz und Rhythmik an der Musikhochschule Dresden und der Jazzschule Berlin.

http://www.michaelgriener.de/

https://www.youtube.com/watch?v=L8DiKpoiAvY


JAN RODER
Roder studierte Musik in Hannover. Er begann seine Karriere als Rockmusiker und lebte längere Zeiten in Brasilien. 1995 kam er nach Berlin, wo er mit Musikern wie Ulrich Gumpert, Ernst-Ludwig Petrowsky, Manfred Schoof, Uschi Brüning, Joachim Kühn, Aki Takase, Gunter Hampel, Mircea Tiberian und Axel Dörner Tourneen und Konzerte spielte.

Als Nachfolger von Joachim Dette bildet er mit Axel Dörner, Rudi Mahall und Uli Jenneßen die Band Die Enttäuschung, die neben eigenen Stücken gemeinsam mit Alexander von Schlippenbach das Gesamtwerk von Thelonious Monk im Repertoire hat. Mit Björn Lücker und Henrik Walsdorff bildet er die Gruppe The Most. Daneben wirkt er im Caciula Trio (mit Maurice de Martin und Ben Abarbanel-Wolff) und der Gruppe JR 3, dem Silke Eberhard Quartett und dem Zoran Terzic Trio mit und tritt als Duopartner von Maria Răducanu auf.

https://www.youtube.com/watch?v=L2B_2zZv2x0


VLATKO KUCAN - reeds
Vlatko Kucan – geb. 1963 in Sarajevo, lebt in Hamburg - überschreitet mit seinen Arbeiten tradierte stilistische und interdisziplinäre Grenzen. Im Zentrum seiner Tätigkeit als Musiker, Komponist, Arrangeur, Produzent, Regisseur, Pädagoge und Musiktherapeut, die in den Bereichen zeitgenössische Musik, Jazz, Improvised Music, Theater, Hörspiel, Filmmusik und Literatur & Musik angesiedelt sind, steht die Improvisation als künstlerische Methode.
Als Musiker spielte er mit u.a. mit Carla Bley, Lester Bowie, Anthony Braxton, Marion Brown, Bill Elgart, Dieter Glawischnig, Howard Johnson, Jay Oliver, Barre Philips, Tomasz Stanko, Steve Swallow, Kenny Wollesen und Improvisatoren wie Derek Bailey, Malcolm Goldstein, Barry Guy, Piet Hoeksma, Aleksander Kolkowski, Jim Menesses, Rajesh Mehta, Mia Zabelka.
Ein Schwerpunkt von Vlatko Kucans Arbeit liegt in der Verbindung von Sprache und Musik. Mit seinem Ensemble Lesart vertonte er philosophische Texte u.a. Friedrich Nietzsche (NDR-Jazzworkshop), Ludwig Wittgenstein (Kampnagel) und Lyrik u.a. Charles Baudelaire (Ruhrfestspiele), Anne Sexton (NDR Hörspiel). Zahlreiche Theaterarbeiten und Film- und Hörspielmusiken.
Dozent für free improvisation und ensemble & creativity coaching an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg am Studiengang Jazz und jazzverwandte Musik und Kurator der Konzertreihe SoloSoloDuo-Impromptu.

www.vlatkokucan.de






LATE NIGHT CONCERT
Anna-Lena Schnabel – sax
Björn Lücker – dr
Gabriel Cobuger – sax



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Jeden Mittwoch ab 20Uhr,

Konzertbeginn ab 20:30Uhr.


FATJAZZ urban exchange

Golem
Große Elbstraße 14
22767 Hamburg

Eintritt 10,- / ermäßigt 6,-

* Sonderkonzerte 14,-



Free Jazz ist einerseits ein historischer Begriff für (harmonisch) freies Improvisationsspiel im Jazz seit den 1960er Jahren. Andererseits ist es ein bis heute ausstrahlendes Paradigma, das die Möglichkeit zur freien Entfaltung immer neuer Formen im Jazz und auch darüber hinaus (etwa in der Intuitiven Musik) bereithält. Der Begriff selbst kann zu Missverständnissen führen, da eine Freiheit in Bezug auf die herkömmlichen Spielhaltungen des Jazz nur bedingt genutzt wird und es neben einer völligen Freiheit in der Form (Free Form Jazz) durchaus Improvisationen gibt, die auf Kompositionen und kompositionsähnlichen Absprachen über Strukturen beruhen.


Free jazz is an approach to jazz music that was first developed in the 1950s and 1960s as musicians attempted to alter, extend, or break down jazz convention, often by discarding fixed chord changes or tempos. Though the music of free jazz composers varied widely, a common feature was dissatisfaction with the limitations of bebop, hard bop, and modal jazz that had developed in the 1940s and 1950s. Often described as avant-garde, free jazz has also been described as an attempt to return jazz to its primitive, often religious, roots and emphasis on collective improvisation.